Einlösung von Gutscheinen der Konkurrenz auch bei ausdrücklicher Namensnennung der Konkurrenz wettbewerbskonform

OLG Stuttgart entscheidet über Einlösung von Rabattgutscheinen fremder Unternehmen

La inter aliaj por la Konkurado Leĝo zuständige 2. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Stuttgart hat heute über die Zulässigkeit von zwei Werbemaßnahmen entschieden, in denen eine Drogeriemarktkette angeboten hatte, Rabattgutscheine anderer Unternehmen einzulösen.

Das Landgericht hat die Klage einer Wettbewerbszentrale abgewiesen. Das Oberlandesgericht Stuttgart hat die hiergegen gerichtete Berufung der Klägerin zurückgewiesen:

Die allein angegriffenen Ankündigung, fremde Rabattgutscheine einzulösen, sei nicht unlauter im Sinne der §§ 3, 4 Ne. 10 UWG; weder wenn dabei einzelne Unternehmen namentlich genannt würden, noch wenn eine Abgrenzung durch eine Branchenangabe erfolge. Ein Verbraucher, der einen Gutschein in Händen halte, sei noch nicht dem Unternehmen als Kunde zuzurechnen, das den Gutschein ausgegeben habe. Außerdem sei die bloße Ankündigung, einen fremden Gutschein einzulösen, kein unangemessenes Einwirken auf den Verbraucher. Die Beklagte eröffne dem Verbraucher lediglich einen zusätzlichen Weg, denselben prozentualen Preisnachlass zu erlangen, den ihm der Gutschein verspreche. Die Entschlussfreiheit des Verbrauchers bleibe unberührt.

Auch eine sogenannte unlautere Werbesabotage liege nicht vor. Die Beklagte verhindere durch ihr Vorgehen nicht den Wettbewerb zwischen ihr und ihren Konkurrenten, sondern verschärfe ihn. Der Zugang ihrer Wettbewerber zum Kunden werde durch die Beklagte nicht beeinträchtigt. Deren Gutscheinwerbung werde durch das beanstandete Vorgehen der Beklagten auch nicht sinnlos. Aus dem Einlösevorgang sei hier keine gezielte Wettbewerberbehinderung durch die Werbung feststellbar.

Eine unlautere Irreführung des Verbrauchers im Sinne des § 5 UWG sei gleichfalls nicht gegeben.

Der Senat hat die Revision zum Bundesgerichtshof zugelassen.

Aktenzeichen und relevante Entscheidungen:

Landgericht Ulm, 2. Kammer für Handelssachen, Juĝo de 20. Novembro 2014 (Jes: 11 La 36/14 KfH)

Oberlandesgericht Stuttgart, 2. Civila Divido, Juĝo de 02. Julio 2015 (Jes: 2 Vi 148/14)

Leĝo kontraŭ maljusta konkurenco (UWG)

§ 3 Verbot unlauterer geschäftlicher Handlungen

(1)

Maljustaj komercaj aktoj estas neakceptebla, se ili estas taŭga, la interesoj de konkurantoj, Afektanta konsumantoj aŭ aliaj merkato partoprenantoj sentis.

(2)

Business-al-konsumanto agoj estas ĉiukaze neakceptebla, se ili ne estas konforme al la reguloj aplikeblaj al la negoco profesia zorgo kaj taŭga, la kapableco de la konsumanto, decidi surbaze de informoj, rimarkinde difektita kaj kaŭzi lin preni transaccionales decido kiu, ke li ne prenis alie. Ĉi tio estas la averaĝa konsumanto aŭ, se la negoco ago direktita al aparta grupo de konsumantoj, prenita de duona membro de tiu grupo. En la vido de la averaĝa membro de pro mensa aŭ fizika malforteco, Aĝo aŭ credulidad vundebla kaj klare identigebla grupo de konsumantoj estas malŝalti, Estas antaŭvidebla se la entrepreniston, ke lia negoco konduto zorgojn nur tiun grupon.

(3)

Die im Anhang dieses Gesetzes aufgeführten geschäftlichen Handlungen gegenüber Verbrauchern sind stets unzulässig.

§ 4 Beispiele unlauterer geschäftlicher Handlungen

Akto de nejusta konkurenco en aparta, kiuj …..

10. Mitbewerber gezielt behindert. …..

Bonvolu taksas

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