Beim Deutschen Patent- und Markenamt gingen 2025 insgesamt 96.328 Markenanmeldungen ein, rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Für Unternehmen, die 2026 einen Produktnamen einführen, ist das ein Anlass, die Kollisionsprüfung früh in den Projektplan aufzunehmen.
Welche Zeichen sollten Sie recherchieren?
Prüfen Sie neben identischen Treffern auch ähnlich klingende oder geschriebene Zeichen. Berücksichtigen Sie dabei deutsche Marken, Unionsmarken und internationale Registrierungen mit Wirkung für den Zielmarkt. Je nach Sachverhalt können Unternehmenskennzeichen und andere ältere Rechte hinzukommen. Entscheidend sind unter anderem die Zeichenähnlichkeit und die Nähe der erfassten Waren und Dienstleistungen.
Das Waren- und Dienstleistungsverzeichnis aus dem Geschäftsmodell ableiten
Beginnen Sie mit dem konkreten Angebot zum Marktstart und ergänzen Sie realistisch geplante Erweiterungen. Bei einem digitalen Geschäftsmodell kann es beispielsweise darauf ankommen, ob ein Unternehmen Software zum Download anbietet oder einen gehosteten Dienst betreibt. Die Klassennummer allein beschreibt den Schutzumfang nicht.
Die Freigabe vor den Marktstart legen
Halten Sie Suchstrategie, Trefferbewertung und Freigabeentscheidung fest, bevor Verpackungen, Domains und Kampagnen verbindlich beauftragt werden. Nach der Anmeldung können Sie eine Markenüberwachung auf die Märkte und Angebote zuschneiden, die für das Unternehmen wirtschaftlich wichtig sind.
Quelle: DPMA-Jahresbericht 2025, Kapitel Marken
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